Wer dorthin fahren möchte, findet die Wegbeschreibung am Ende
dieser Ausführungen.
Wer das Buch "Tausend Jahre vor Columbus" gelesen hat, wird sich an
St. Brendan und an seine Niederschrift "Navigatio" erinnern. Wie aus anderen
Quellen zu lesen ist, soll sich sein Grab in Clonfert befinden. Wer interessiert
ist, kann anhand der Karte sicher leicht die Kathedrale von Clonfert (Anger
des Grabes) finden. Aber auch trotz längeren Suchens war es mir viele
Jahre nicht vergönnt, das Grab St. Brendan's ausfindig zu machen.
| Doch einmal hatten wir Glück. Wir holten uns den Schlüssel
der Kirche aus dem Haus, das rechts daneben liegt und ein Mädchen
kam gleich mit und öffnete für uns die Tür. Auf meine Frage,
wo denn St. Brendan begraben ist, zeigte sie uns einen Grabstein, der unmittelbar
vor dem Portal, umwuchert von Gras, vor uns lag. Welch eine Freude,
viele Jahre hatte ich diesen Grabstein gesucht. Doch sie trübte meine
sicherlich leuchtenden Augen, in dem sie selbst Zweifel über die Wahrheit
ihrer Angabe hatte: "Hier unter diesem Stein wird er wohl begraben sein,
aber genau weiß man es nicht".
Mir wird die Wahrheit wohl verborgen bleiben, aber das ist auch nicht wichtig. Tatsache ist, daß St. Brendan das Bild der Geschichte verändert hat, und nicht Columbus es war, der als erster Amerika entdeckt hatte. Sie erklärte uns noch das innere der Kathedrale, etwas von der Geschichte und den bunten Glasfenstern. Mein Freund Rainer war besonders begeistert von der alten Orgel, die auch jetzt noch zu Gottesdiensten benutzt wird. |
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1166, sechs Jahre vor der Eroberung durch die Anglo-Normannen, im irisch-romanischen Stil aus grauen Kalksteinen erbaut, ist dieses Bauwerk ein Stück Irischer Kultur und Geschichte.
Clonmacnoise nicht gesehen zu haben ist schon fast unverzeihlich und
daher nach Süden, in Richtung Ferbane. Clonmacnoise ist eines der
heiligsten Stätten Irelands, gut restauriert und sicherlich als Krönung
der Reise anzusehen. Vom Hügel aus sieht man den Shannon, auf dem
klein, wie Spielzeuge, die Cruiser dahingleiten. Hier landete auch der
Wikinger Turgesius, als er 842 den Shannon heraufsegelte und die Klosterstadt
niederbrannte.
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Von Ciaran 548 gegründet, war Clonmacnoise die bedeutendste Klosterstadt
und mittelalterliche Universität mit kulturellem Ruf.
Hier wurde 1000 Jahre Geschichte gemacht, wobei das 11. und 12. Jh. die Zeit der großen Blüte war. Im 12. Jh. stand es unter der Schirmherrschaft des großen gälischen Hochkönigs Turloch O. Connor. Ich möchte den Reiseführern nicht vorgreifen auch nicht den Prospekten, die man am Eingang erhalten kann; aber es gibt interessante Dinge zu sehen. So z. B. die Hochkreuze: Das Südkreuz vor der Doulin-Kirche, das Inschriftenkreuz vor der Kathedrale. Die Kathedrale wurde im Jahr 904 von dem Abt Colman und dem Hochkönig Flann gegründet. Zwei irische Hochkönige aus dem 12. Jh. Turloch O. Connor und sein Sohn Roderich liegen hier begraben. Man beachte auch das unscheinbare Nordkreuz aus dem frühen 9. Jh. Insgesamt gesehen, sicher eine Empfehlung wert. Das hat wohl auch die Irische Regierung gedacht, als sie vor einigen Jahren begann ein kleines Museum einzurichten.
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Es gibt dort drei Pavillons mit den Nachbildungen der drei Kreuze, sowie
eine Menge von Tafeln, welche die Geschichte der Klosterstadt beschreiben.
Auch einen Diavortrag wird geboten mit stimmungsvollen Licht- und Toneffekten.
Wie kommen wir nach Clonfert?
Von Portumna die R 355 in Richtung Ballynasloe, dann an der Abzweigung mit der R 356, diese rechts nach Eyrecourt fahren. Kurz hinter Eyrecourt nach links, den Schildern folgen.
Von Clonfert nach Clonmacnoise
Auf die R 356 über Banagher auf die R 456 nach Cloghan (dieser Umweg muß sein, da es nach Shannonbridge nur eine Brücke der Torfbahn, auch für Fußgänger, gibt.) Von dort die R 357 bis Shannonbridge, wo man Hinweisschilder nach Clonmacnoise findet.
Friedhof in Clonmacnoise (Foto Johne/Kolbe)