Céad míle fáilte - Herzlich Willkommen !

Ein Auszug aus der "Gebrauchsanweisung" zum Haus für unsere Gäste


Liebe Gäste!

Unser Haus sei Euer Haus, lebt darin, aber lasst es leben.

Im Haus sollte man sich zunächst einmal zurechtfinden, d. h. auch die Schränke und Schubläden öffnen, um zu sehen, was an Notwendigem darin ist. In den Schubladen in der Mitte des Sidebords findet Ihr Glühlampen. In dem Hängeschrank in der Küche sind oft noch Lebensmittel wie Reis und Nudeln, Gewürze, Kaffee und Tee. Es wäre sinnvoll, diese Dinge mitzuverbrauchen, denn so mancher Gast hat wieder etwas übrig und lässt dass es für den nächsten da.

Für Kinder sind im Sidebord rechts jede Menge Spiele, jedoch bitten wir auch dort etwas Ordnung zu halten, vor allen Dingen die Puzzle nicht durcheinander bringen. Dort befindet sich auch ein kleiner Kassettenrecorder mit Kinderkassetten.

Der Fahrweg zum Haus wird von uns regelmäßig ausgebessert. Aber da wir uns den Weg mit den Traktoren teilen, die den Torf aus dem Moor holen, kommt es immer wieder vor, dass er stark verschlammt ist oder Schlaglöcher aufweist. Meist sieht er jedoch schlimmer aus als er ist und wir haben in mehr als 20 Jahren keine Probleme gehabt. Bei starker Abnutzung durch die Traktoren kann aber manchmal Schrittgeschwindigkeit auf einigen Abschnitten notwendig sein.

Müllbeseitigung:
Zuvor eine kleine Geschichte:
Es war im März 1994 und ich fragte Conor (Lenas zu früh verstorbenen Mann), wohin ich wohl unsere alte Waschmaschine entsorgen könne. „Wirf sie doch einfach in den turf“ (Torf) meinte er. Als ich etwas entsetzt guckte, meinte er, dass ist kein Problem, man braucht sie nur an ein großes Loch tragen und dann fällt sie von alleine runter.
Dieses oder ähnliches wollen wir natürlich auf keinen Fall machen, obwohl wir an die öffentliche Müllversorgung  mit unserem Haus nicht angeschlossen sind.

Daher folgende Bitte:
Kompostierbaren Abfall
in einem Karton sammeln, und diesen, wenn man aus der Küchentür herauskommt, links an die äußerste rechte Ecke an die Mauer stellen. Diese ist jedoch zur Zeit nicht als solche zu erkennen, da das Efeu sie überwuchert hat. Bitte keine Essensreste (Ratten). Daneben oder darauf kann man auch Asche vom Kamin, welche man vorher in den großen Eisenbehälter, welche am Kamin steht, gesammelt hat, dazuschütten. (Achtung, die Asche muss wenigstens zwei Tage in dem Eisentopf gewesen sein. Die Glut hält sich so lange und die Brandgefahr ist groß).

Wertstoffe und Restmüll:  Hierfür kann man in Portumna  im Lebensmittelgeschäft STARR's (Hauptstraße, vorletztes Haus auf der rechten Seite vor der Kreuzung, an der links die "Bank of Ireland" ist) Müllsäcke erwerben. Diese dann bei Noel an die Straße stellen. Die Säcke kosten:  € 5,- für Restmüll (grün), € 2,50 für Plastik/Glas/Metall (blau).
Für Notfälle haben wir im Haus Säcke deponiert. Bitte den Bestand ergänzen oder das Geld in das Marmeladenglas legen, das neben den Beuteln in dem roten Plastikkorb ist.

Ärztliche Versorgung:
Bei kleineren Wehwehchen kann man das „Health-Center“ in Gorteeny aufsuchen. Das ca. 60 m² große Haus ist schräg gegenüber dem Pub.
Eine Arztpraxis ist auch in Portumna:
Dr. Murphy. Tel. 09097-41196. (Aus unserer Richtung kommend, vor der Kirche links in Richtung Loughrea, dann ca. 500 m auf der linken Seite, schräg gegenüber der Texaco-Tankstelle, weißes Haus).
Weitere Hilfe finden Sie: Medical Center Scarriff Tel. 06192 1123.
Familien-Doktor-Service Tel. 1850 212 999.
Notruf Tel. 999.
Die nächsten Krankenhäuser sind in Loughrea, Ballinasloe 0905-42140 und Galway.
Soweit wir selbst erfahren haben, ist überall freie Behandlung, wenn ein Auslandskrankenschein, oder jetzt die neue, blaue internationale Plastikkarte, einer deutschen Krankenkasse vorgelegt wird.

Rundweg am Haus
In den letzten Jahren haben wir den Fußweg um unsere kleine Halbinsel gepflegt, so dass Sie geruhsam einige Schritte machen können, um vielleicht auf der Bank, die an der freien Stelle zum See liegt, zu entspannen. Manchmal kommt auch ein Fischreiher vorbei; aber in jedem Fall hört man am Abend das Geschnatter der Wildenten.
An der Stelle, wo die Bank steht, wächst Minze, und ich muss immer, wenn ich dort bin, eine Kanne von der frischen Minze trinken.
Vom R u n d w e g können Kinder durch den Busch durch einen geheimen Weg in das Piratenlager gelangen, wo wir im Mai 2006 einen regendichten Indianerwigwam aufgestellt haben. Tristan und Simon verstecken schon einmal das Hinweisschild, denn es soll natürlich „geheim“ bleiben. Aber auch ohne Schild werden Sie den Wigwam durch den Busch stehen sehen. Wir werden in der nächsten Zeit noch weitere Höhlen und Verstecke herrichten. Im September 2006 ist die kleine Efeuhöhle im Busch dazu gekommen.
Auch Brombeeren können Sie im Herbst bei uns und in den anliegenden kleinen Straßen pflücken. Ich habe sogar schon Marmelade davon gekocht und einige Gläser mit nach Hause genommen. Vor dem Haus sind auch im Herbst Haselnüsse zu ernten.
Von den vielen Wacholderbüschen, die bei uns stehen, können Sie Wacholderbeere für Ihre Gerichte pflücken. Der Hit ist allerdings, wenn Sie sich einige Zweige mit Beeren daran von den Wacholderbüschen abschneiden und mit nach Hause nehmen. Dann einen 10-12 cm langen Zweig in eine Flasche mit 38%igem Korn stecken, und nach ca. einer Woche haben Sie einen wunderbar duftenden Wacholderschnaps, den Sie Ihren Gästen als GIN „in the manner of Spa House“ anbieten können. Das Etikett dazu erhalten Sie mit der Buchungsbestätigung. Eine Flasche für den Probeschluck sollte immer auf dem Küchenbartisch stehen.

Wenn Sie Hilfe in irgendeiner Form benötigen, können Sie sich an Noel oder Mary wenden Tel. 09097 49376 (Tel.-Nr. sind auch auf kleinen Schildchen im Haus hinterlegt). Noel ist unser Caretaker und Mary besorgt die Endreinigung. Wenn Sie nun nicht gerade die Bundeskanzlerin oder ein Präsident eines Staates sind, können Sie sich dort oder auch anderswo getrost mit Ihrem Vornamen vorstellen. Das schafft Nähe und verbindet.
Dazu eine kleine Geschichte, als noch unser leider verstorbener Conor Caretaker war:
Wir standen mit einem Gast und einigen Nachbarn vor Conors Haus, als der Gast Conor mit Mr Hogan anredete. Die Nachbarn hielten sich den Bauch vor Lachen und verbeugten sich jubelnd vor Conor. Das muss Ihnen ja nun auch nicht unbedingt passieren.

Wir wünschen angenehme und erholsame Urlaubstage.

Familie Kühn
 
 

 © Günter Kühn